Theater, Lyrik, Sprachforschung und Heimatkunde
1956 Bensheimer Wappenbuch
Das Wappenbuch der Stadt Bensheim Behandelt neben den ehemaligen Landesherren vorzugsweise die Adelsfamilien, die vor der Zerstörung Bensheims im Jahre 1644 hier ihren Wonhsitz hatten oder Höfe unterhielten. Außer einigen kurzen familien- und allgemeingeschichtlichen Hinweisen sind diese Landesherren und Adelsgeschlechter hier zum erstenmal auch wappenmäßig zusammengefasst. Insgesamt werden 25 Wappen dargestellt und diese auf 26 Seiten genau beschrieben bzw. deren Historie erläutert.


Bensheim wird hessisch
Nach der Säkularisation des Erzbistums Mainz wurde Bensheim durch den Reichsdeputationshauptschluß 1803 hessisch. Nachdem Landgraf Ludwig X. im Jahre 1806 als Ludwig I. den Titel "Großherzog von Hessen" angenommen hatte, wurde Bensheim großherzoglich. Wappenmäßig wirkt sich diese Rangerhöhung des Landesherren zunächst noch nicht aus. Das seitherige landgräfliche Wappen diente als erstes großherzogliches, bis ein neuer Wappenvorschlag unter dem Datum Auerbach, 29. Juli 1808 die Genehmigung des Großherzogs fand.


Das erste großherzogliche Wappen
Es zeigt im Unterschied zu den mehrmaligen Abänderungen in späteren Jahren, "auf blauem Schild einen mit einer Königskrone gekrönten, Gold bewehrten, zehnmal von Silber und Rot geteilten, auch mit einem silbernen Schwert in goldenem Griff bewaffneten Löwen. Den Schild umgibt ein hermelingefütterter purpurner Wappenmantel, der oben durch eine mit der Königskrone abgeschlossene goldene Kuppel zusammengehalten wird"


Das Wappen von Walderdorff
Goldgekrönter silberner Löwe mit rotem Haupte und roter Mähne auf schwarzem Schildgrunde Helmzier: schwarzer offener Flug, dessen beide Flügel das Wappenschild wiederholen. Helmdecken: schwarz-silber. Stichwort Walderdorff - siehe auch Walderdorffer Hof
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